Dienstag, 18. Oktober 2011

[Kapitel 1] Eine Wegbekanntschaft und die Rückkehr ins Grab

12-15 Kythorn, Im Jahr der Harfe, 1355 n.T. 


Auf der Straße stoßen die neuen Gefährten auf zwei umgestürzte Wagen und die Leichen einiger Männer, älterer Frauen und Kinder, offenbar vom fahrenden Volk der Visdani. Die Spuren deuten darauf hin, dass die Sippe von Ogern überfallen wurde, welche außerdem einige Gefangene gemacht haben. Sie setzen sich auf die Fährte und spüren tatsächlich eine Ogerin mit ihren beiden mißgestalteten Söhnen auf, die gerade im Begriff sind, sich mit den drei gefangen Frauen zu vergnügen. Die Gefährten greifen die Oger an und vermögen sie nach kurzem Kampf zu töten - mit der tatkräftigen Hilfe einer der Frauen, die offensichtlich der Hexenkunst mächtig ist.
Die junge, rothaarige Frau stellt sich als Meridia Feuersturm vor. Sie sei unterwegs zu einem Kloster, das an der Grenze zu Sturmholt liegt, um Informationen über ihre Familiengeschichte zu sammeln. Mit den Visdani sei sie gereist, weil diese in die ungefähre Richtung unterwegs gewesen waren. Da sie der Ansicht ist, den Gefährten für die Rettung etwas schuldig zu sein, schließt sie sich ihnen an.
Die Leichen der Visdani werden auf einem Scheiterhaufen verbrannt, bis auf die einer älteren Frau, die offenbar unantastbar ist – am nächsten Morgen sind jedoch sowohl die beiden überlebenden Frauen als auch die Leiche spurlos verschwunden...
Sie reisen weiter zum Hügelgrab. Dort entdecken sie frische Klauenspuren, die von dem Grab fort führen, jedoch nicht wieder zurück – offenbar sind die Bewohner gerade ausgegangen! Sie beschließen, zunächst das Grab näher zu untersuchen, ehe sie sich an die Verfolgung der Ghoule machen...

In die Rückwand der Grabkammer ist eine gewaltige Metallplatte in einen Rahmen eingelassen, die von göttlicher Magie durchdrungen ist – offenbar ein Tor. Sie stützen zunächst die auf das Tor drückenden Erdmassen ab. Damon benötigt eine geraume Weile, ehe er das zum Teil zerstörte Magiegeflecht durchschaut und eine Möglichkeit findet, es wiederherzustellen. Mit Hilfe eines Stoßes göttlicher Energie, die Thorain beisteuert, gelingt es ihnen, das Tor zu öffnen.
In der Grabkammer des Karl Eisenhand stellen sie fest, dass schon jemand da war: sie finden Spuren eines durch die Hügelkuppe getriebenen, inzwischen wieder geschlossenen Schachtes und den Leichnam eines Mannes mit gebrochenem Bein, in den Händen einen blutverschmierten Dolch und ein Brecheisen, ein abgerissenes Seil um den Leib. Als sie ihn umdrehen stellen sie fest, dass seine Kehle durchgeschnitten ist und er auf der Brust das Wappen derer von Sturmholt trägt. Mit dem Brecheisen hat er noch etwas in die Wand der Kammer geritzt: "Fluch über meinen Herrn, Fluch über S..."
Der Sarkophag des Karl Eisenhand wurde offensichtlich gewaltsam geöffnet, doch scheint auf den ersten Blick nichts zu fehlen, ein rubinbesetztes Schwert und ein magischer Helm sind noch da. Nur auf der Brust ist ein Abdruck, der darauf hindeutet, dass dort ein großes Amulett geruht haben muss, von dem jedoch jede Spur fehlt – hat etwa Damons Vater dieses Grab ausplündern lassen und dann einen Zeugen beseitigt?
Als sie das Grab verlassen, werden sie von den Ghoulen bereits erwartet. Es kommt zum Kampf. Damon schleudert Blitze auf den einen und vernichtet ihn. Meridia läßt sich Drachenklauen wachsen und zerfleischt den anderen – zum fassungslosen Erstaunen ihrer Gefährten. Sie bekennt, dass diese oft unheimlichen Fähigkeiten, die in ihrer Familie in der weiblichen Linie vererbt werden, der Grund für ihre Ahnenforschung sind.
Als sie am nächsten Tag Richtung Sturmholt weiterreisen, stoßen sie erneut auf Klauenspuren – es sieht so aus, als hätten sich die Ghoule am Vortag auf die Fährte von Menschen gesetzt. Tatsächlich stoßen sie bald auf ein zerstörtes Lager und die zum Teil gefressenen Leichen von vier Männern. Eine Spur führt vom Lager fort. Sie finden schließlich einen ausgemergelten Mann, der bereits Anzeichen der Verwandlung in einen Ghoul zeigt. Voller Panik greift er an, so dass Damon keine Wahl hat, als ihn zu töten. Als sie ihn beerdigen wollen, klafft sein zerrissenes Hemd auf und enthüllt das Brandzeichen einer dreiköpfigen Hydra auf seiner Brust - das Zeichen eines in der Gegend lebenden Gnollstammes...

EXP: pro SC 750
Oger (CR 4, 1.200); Öffnung der Eisentür (CR 3, 800); Ghoule (CR 3, 800); Eowic, der Wilderer (CR 1/2, 200)

Nachtrag: Damon: 800 EXP für Grablicht und 6 Skelette (CR 6, 2.400)

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