Tagebuch von Adeliz Camarroux, letzter Eintrag
3-5 Kythorn, Im Jahr der Harfe, 1355 n.T.
...
"Wir ritten zunächst zu einem Dorf, in das sich viele Flüchtlinge aus Sturmholt geflüchtet haben, um Erkundigungen einzuziehen. Der alte Jarom entpuppte sich als Bekannter von Damon - er arbeitete für seinen Vater als eine Art Kastellan oder so. Damon scheint ihn sehr zu schätzen, jedenfalls behandelte er ihn mit großem Respekt. Der alte Mann ist fürchterlich vernarbt. Er hat wohl noch nie zuvor über das gesprochen, was damals vor 11 Jahren in Sturmholt passiert ist:
Damons Vater habe merkwürdige Besucher, Boten und Händler empfangen, einige im Observatorium, welches für die Bediensteten jedoch verboten war. An einen Besucher könne er sich noch genau erinnern, da dieser mehrmals dort gewesen sei: einen dunkelhaarigen Mann mit wirbelndem Schwarz in den Augen, ohne das Weiße, mit einem bleichen, maskenhaften Gesicht...
Der Vater habe Schriften aufgekauft, sich immer mehr zurückgezogen, jedoch nicht in seiner Kammer geschlafen.Tagelang habe er kaum gesprochen und sei wie ein Geist umhergeirrt, dann wieder habe er sich in schreckliche, wahnsinnige Wutanfälle hinein gesteigert.
Eines Tages habe es einen sehr großen Lärm aus dem Observatorium gegeben, und dann sei ein Feuer ausgebrochen und habe die Burg zum großen Teil zerstört. Viele der Bediensteten seien ums Leben gekommen. Sein Vater sei nie wieder gesehen worden...
Nach dem Feuer hatten einige der Nachbarfürsten versucht, sich die Ländereien anzueignen, es habe Kriegszüge und Plünderungen gegeben. Schließlich habe es so ausgesehen, als ob ein gewisser „Falk“ erfolgreich sein würde, die Bewohner hätten sich ihm unterworfen.
Dann seien die Finsterschrate aus den Wäldern eingefallen, der Stamm der „weißen Klauen“, und die Dorfbewohner seien geflohen...
Jarom äußerte die Hoffnung, daß Damon zurückkehren und die Ländereien wieder in Besitz nehmen werde, so dass sie alle zurückkehren könnten, aber Damon wollte ihm keine falschen Hoffnungen machen, denn das ist ja eigentlich nicht das Ziel unserer Reise - oder?
Wir haben eine Nacht in der Ruine eines Wachturms verbracht, an dessen Wand eine dreiköpfigen Hydra gemalt wurde, anscheinend das Symbol eines Gnollstammes. Das gleiche Zeichen fanden wir am nächsten Abend am Eingang einer Höhle, in der sich eine Grube mit jeder Menge Knochen, zerbrochenen Waffen und ähnlichem befand. Glücklicherweise sind wir bisher noch keinem Gnoll begegnet...
Johab ist Karrenspuren gefolgt und hat offenbar das richtige Tal gefunden! Wir entdeckten eine Höhle, in der wir die Pferde unterstellen wollten, doch sie war schon besetzt, und das Pferd sah nicht so aus, als ob es einen Karren gezogen hätte – der Meuchelmörder war schon da!
Wir entdeckten ihn am Rand einer Grube, wo er die Arbeiter bedrohte, die die Grube aushoben. Den Magister hatte er da schon umgebracht. Ich erschoss ihn mit nur zwei Pfeilen (also gut, die Arbeiter gaben ihm mit ihren Spitzhacken den Rest, war kein schöner Anblick). Es waren aber trotzdem Meisterschüsse. Bei aller Bescheidenheit!
Die Arbeiter erzählten uns, dass er erst kurz vorher aufgetaucht sei, den Magister hat er in seinem Zelt offenbar im Schlaf ermordet. Was der Magister gesucht hatte, wussten sie nicht, sie erklärten sich aber bereit, die Grube weiter auszuheben. Gegen Abend legten sie eine große Steinplatte frei, zweifellos der Eingang zum Grabmal!"
EXP: pro SC 700
Suche nach den Leuten von Sturmholt (CR 1, 400); Reise zum Grab (CR 3, 800); Kampf gegen Marhabal den Schwarzen Drachen (CR 5, 1,600).
Samstag, 27. August 2011
Mittwoch, 24. August 2011
[Prolog] Nach der Schlacht
Tagebuch von Adeliz Camarroux, Auszug
2 Kythorn, Im Jahr der Harfe, 1355 n.T.
"Wir schickten den am wenigsten verletzten Thorm-Soldaten, um Hilfe zu holen, und er kehrte mit einem Helm-Priester zurück, der Jonas und Tara wieder auf die Beine brachte. Zwei der Thorm-Krieger sind tot...
Wir durchsuchten die Räume dieser Fionna Amereill. Johab fand ein Geheimfach im Schreibtisch, in der eine Schatulle mit einem Zahlenschloss lag, das mit einer Dreifachkombination geöffnet werden konnte. Damon war überzeugt, es müsse etwas mit der „heiligen“ Zahl neun der Loviatharkirche zu tun haben, und stellte 729, also 9x9x9 ein. Es stellte sich heraus, dass das Schloß mit einer Falle aus fies aussehenden Nadeln gesichert war, die bestimmt vergiftet waren und sich zweifellos in seine Hand gebohrt hätten, falls er die falsche Kombination eingestellt hätte – Glück gehabt!
Darin lagen etliche Papiere, darunter ein Brief, der von einem Magister Chilthibrannt vom Haag geschrieben wurde. Darin berichtet er von der Suche nach dem Grab eines gewissen Karl Eisenhand, dessen Sippe wohl vor über 600 Jahren den Tyr-Glauben hier in der Gegend eingeführt hat, mittlerweile aber ausgestorben sein soll. Fionna Amereill hat ihn finanziell unterstützt, und er soll ihr dafür einen Gegenstand aus dem Grab mitbringen...
Damon ist nach den Hinweisen in dem Brief überzeugt, dass sich das Grab auf den Ländereien um Sturmholt befinden müsse.
Bei dem Brief war ein Zettel, der besagte, dass man die Stelle gefunden habe. Es war vor zwei Tagen datiert. Des weiteren lag dort noch eine Notiz – offenbar hat Fionna Amereill einen Meuchler nach dem Magister ausgesandt!
Als wir gingen, warnte uns eine der Stadtwachen, dass wir mit einer Mordanklage rechnen müssten – Tobriand Sallamech, der Verlobte der Tochter des Stadfürsten, war auch unter den Toten, und sein Vater gelte als einflussreich und äußerst streitsüchtig! Am nächsten Morgen wurden wir zum Stadtfürsten bestellt. Er hat sich zunächst bei uns bedankt, doch den Prozess kann auch er uns nicht ersparen. Er gewährte uns jedoch einen Aufschub, damit wir den Magister Chiltibrannt vor seinem Mörder retten können – nachdem Jonas sich für Damon und mich verbürgt hatte..."
2 Kythorn, Im Jahr der Harfe, 1355 n.T.
"Wir schickten den am wenigsten verletzten Thorm-Soldaten, um Hilfe zu holen, und er kehrte mit einem Helm-Priester zurück, der Jonas und Tara wieder auf die Beine brachte. Zwei der Thorm-Krieger sind tot...
Wir durchsuchten die Räume dieser Fionna Amereill. Johab fand ein Geheimfach im Schreibtisch, in der eine Schatulle mit einem Zahlenschloss lag, das mit einer Dreifachkombination geöffnet werden konnte. Damon war überzeugt, es müsse etwas mit der „heiligen“ Zahl neun der Loviatharkirche zu tun haben, und stellte 729, also 9x9x9 ein. Es stellte sich heraus, dass das Schloß mit einer Falle aus fies aussehenden Nadeln gesichert war, die bestimmt vergiftet waren und sich zweifellos in seine Hand gebohrt hätten, falls er die falsche Kombination eingestellt hätte – Glück gehabt!
Darin lagen etliche Papiere, darunter ein Brief, der von einem Magister Chilthibrannt vom Haag geschrieben wurde. Darin berichtet er von der Suche nach dem Grab eines gewissen Karl Eisenhand, dessen Sippe wohl vor über 600 Jahren den Tyr-Glauben hier in der Gegend eingeführt hat, mittlerweile aber ausgestorben sein soll. Fionna Amereill hat ihn finanziell unterstützt, und er soll ihr dafür einen Gegenstand aus dem Grab mitbringen...
Damon ist nach den Hinweisen in dem Brief überzeugt, dass sich das Grab auf den Ländereien um Sturmholt befinden müsse.
Bei dem Brief war ein Zettel, der besagte, dass man die Stelle gefunden habe. Es war vor zwei Tagen datiert. Des weiteren lag dort noch eine Notiz – offenbar hat Fionna Amereill einen Meuchler nach dem Magister ausgesandt!
Als wir gingen, warnte uns eine der Stadtwachen, dass wir mit einer Mordanklage rechnen müssten – Tobriand Sallamech, der Verlobte der Tochter des Stadfürsten, war auch unter den Toten, und sein Vater gelte als einflussreich und äußerst streitsüchtig! Am nächsten Morgen wurden wir zum Stadtfürsten bestellt. Er hat sich zunächst bei uns bedankt, doch den Prozess kann auch er uns nicht ersparen. Er gewährte uns jedoch einen Aufschub, damit wir den Magister Chiltibrannt vor seinem Mörder retten können – nachdem Jonas sich für Damon und mich verbürgt hatte..."
EXP: pro SC 1,150
Fallen und Rätsel (CR 3, 800), Diskussion mit Helm Cordona (CR 3, 800); Beendigung des Prologs (750 für jeden SC)