Sie bringen den
Gnoll zu der Höhle, in der sie schon einmal übernachtet haben, und
verhören ihn.
Sie bekommen
heraus, dass die „Schwarze
Mutter“, offenbar eine Malar-Priesterin, für
den „Herrn der Jagd“ spreche, und zwar zum „Bragr-Brach“, dem
„Gezahnten Schrecken der Nacht“, anscheinend dem Häuptling. Die
Hexe aus Eichenfels sei eine ihrer unzähligen Töchter gewesen. Die
Gnolle werden offenbar von einer Gruppe fanatischer Malar-Anhänger
angeführt, zu denen er selbst gehört, obwohl er durchblicken lässt,
dass nicht alle Gnolle der Sekte angehören.
Trotz aller
Drohungen ist der Gnoll nicht bereit, mehr zu sagen, als er
offenkundig für ungefährlich hält.
Als er die
Menschen in dem Verschlag als „Vieh“ bezeichnet, verliert Damon
die Beherrschung und versetzt ihm einen Faustschlag. Boras geht
aufgebracht dazwischen: sie seien schon auf dem Weg, genau so zu
werden wie die Gnolle!
Die Drei
geraten in heftigen Streit, sehr zum Vergnügen des Gnolls: Die Saat
Malars gehe bereits unter ihnen auf! Auf eine innere Stimme hin legt
Finn ihm die Hand auf den Kopf, um einen letzten
Einschüchterungsversuch zu machen, worauf sich die Augen des Gnolls
trüben: er ist erblindet! Boras wirkt empört einen Furchtzauber auf
sie, ohne zu merken, wie erschüttert sie ist. Sie flieht aus der
Höhle. Damon wirft Boras vor, sich gegen seine eigenen Gefährten zu
wenden.
Als sie Finn
schließlich wieder treffen, vertraut sie ihnen an, was mit dem
Bane-Priester geschehen ist, nachdem sie ihn erstach: wie er einige
unverständliche Worte sprach und schließlich sein Fleisch von den
Knochen schrumpfte, ohne dass die beiden anwesenden Banditen etwas
davon bemerkten! Sie ist überzeugt, dass sie von ihm verflucht
wurde.
Die Freunde
versöhnen sich schließlich wieder. Sie lassen den Gnoll gefesselt
in der Höhle zurück, Damon bringt sie über ihm zum Einsturz – er
habe seine Chance zur Kooperation gehabt und nicht angenommen...
Sie reiten
weiter. Nach einigen Tagen kommen sie zu einer alten, überwucherten
Straße, die noch in Gebrauch zu sein scheint, wenn auch nicht sehr
häufig. Über einen Knüppeldamm gelangen sie in ein Dorf, das zum
Teil auf Pfählen am Ufer eines flachen, sumpfigen Sees errichtet
ist. Sie werden von den Dorfbewohnern freundlich empfangen und in dem
alten, nicht mehr im Gebrauch befindlichen Gasthaus untergebracht.
Auf ihre Nachfragen erfahren sie, dass das Dorf von der „Herrin vom
See“ beschützt werde – diese habe ihre Anwesenheit hier
gewünscht, sonst hätten sie den Weg hierher gar nicht finden
können...
Nach dem
Abendbrot fallen sie alle in einen tiefen Schlaf. Unvermittelt finden
sie sich mitten in der Nacht am Ufer des Sees wieder. Vor ihnen
gleitet aus dem über dem See liegenden Nebel eine Barke, die jedoch
von niemandem gesteuert wird. Sie werden zu einer im Mondlicht
liegenden Insel gebracht. Inmitten eines prächtigen, wild wachsenden
Garten befindet sich ein Teich, wo auf einem Felsen eine wunderschöne
junge Frau mit langem, fließendem Haar sitzt, die sie freundlich
begrüßt. Als die Nymphe sich danach erkundigt, was sie hierher
geführt hat, bietet Damon ihr an, seine Gedanken zu lesen. Aya
Vandra, die Nymphe, nimmt ihn in die Arme und küsst ihn. Damons
Geist wird von Bildern überflutet: Er sieht Schwärze über die Welt
schwappen, die Sterne erlöschen, ein roter Stern mit einem
Kometenschweif rast auf die Erde zu. In den Städten herrscht Mord
und Totschlag. Er sieht einen schwarz gekleideten, riesenhaften Mann
mit einer Sense durch die Straßen streifen, bis er hinterrücks von
einem schwarzen Schwert durchbohrt wird. Die Sonne geht nicht mehr
unter, doch erhellt sie die ewig währende Nacht nicht länger, und
schließlich stürzt der Mond, in zwei Teilen zerborsten,
hernieder...
Verstört
berichtet Damon den anderen, was er gesehen hat. Er ist sicher, dass
es sich bei dem schwarz gekleideten Mann um den Gott des Todes Mirkul
handelt, der vom Gott des Mordes, Baal, dessen Symbol das schwarze
Schwert ist, ermordet wird – offensichtlich handelt seine Vision
vom Untergang der Welt...
Meridia
hingegen hat Fragen über ihre Kugel. Aya Vandra behauptet, sie habe
schon lange vorhergesehen, dass sie kommen würden, schon als diese
Kugel entstanden sei – also lange vor ihrer Geburt! Meridia küsst
die Nymphe, und sie sieht Bilder aus der Sicht eines Kranichs, der
über einem riesigen Waldlichtung schwebt, aus der eine mächtige,
schwarze Stufenpyramide herausragt, mit vergoldeter Spitze, in der
ein Kristall schwebt. Dann sieht sie ein anderes Bild, aus der
gleichen Perspektive, in der eine aus gelbem Sandstein errichtete
Stufenpyramide sich aus einer Steppenlandschaft erhebt, von der eine
gelbe Ziegelsteinstraße fortführt – ähnlich der, auf der sie zum
Dorf gelangt sind.
Als sie den
anderen die Vision beschreibt, schließt Damon, dass es sich um das
Reich Netheril gehandelt haben muss, das vor mehreren tausend Jahren
unterging.
Auch Finn
nähert sich zögernd der Nymphe und lässt sich küssen. Vor ihr
schwebt eine große Gestalt mit durchscheinenden Flügeln –
offenbar ein Engel!
Finn bekennt
ihre Zweifel und ihre Ängste, der Herrin unwürdig, nicht gut genug
zu sein. Der Engel ermahnt sie streng. Menschen machten Fehler. Doch
sie sei stark, und die Herrin bedürfe starker Diener, denn der rote
Stern, der sie zu beobachten schien, tue dies tatsächlich: er sei
ein Diener der Widersacherin...
Finn fragt nach
dem Ende der Welt, das Damon gesehen hat. - Dies sei nicht ihr Kampf.
Sie werde selbst herausfinden, was ihre Aufgabe sei. Sie sei im
Besitz der meisten Puzzleteile. Ihre Gefährten würden dafür
sorgen, dass sie dorthin gelange, wo sie gebraucht würde.
Finn fragt, wie
sie den Fluch durch den Bane Priester loswerden könne. - Dieser
Mann sei sie. Sie müsse lernen, diese Seite in sich zu beherrschen,
damit sie nicht von ihr beherrscht werde...
Finn ist
zutiefst bestürzt über diese Nachricht.
Damon fragt die
Nymphe nach den Dueregar, auf deren Spuren sie immer wieder gestoßen
sind – wann diese zuletzt hier gewesen seien? Die Nymphe zeigt ein
Bild des Sternenhimmels zu jener Zeit: vor etwa 850 Jahren...
Schließlich
verabschieden sie sich von der Nymphe und wachen am nächsten Morgen
erfrischt in ihren Betten auf...
Sie brechen
auf, von den Dorfbewohnern freundlich verabschiedet. Unterwegs
sprechen sie lange und ausführlich von ihren Visionen.
Finn versucht,
während ihrer Meditationen dem Fremden in sich, Tumarin Driakov, auf
die Spur zu kommen. Die anderen beobachten, wie sie mit sich selbst
spricht, zum Teil in einem fremden Tonfall mit schwerem damaranischen
Akzent. Sie selbst erinnert sich an Dinge, die sie nie erlebt haben
kann.
Alle sind
unkonzentriert und mit ihren Gedanken beschäftigt, so geschieht es,
dass sie sich einige Male verirren und an die Grenzen ihrer Kräfte
gelangen, besonders, als sie sich an den Aufstieg ins Gebirge machen,
an dessen Fuß sie die Pferde, von denen eines an Erschöpfung
gestorben ist, zurücklassen.
Sie steigen die
Himmelsstiege empor. Sie haben die Schneegrenze bereits
überschritten, als sie in eine Gebirgsklamm gelangen. Plötzlich
stürzt eine Lawine über Boras hernieder, der gerade noch vermeiden
kann, verschüttet zu werden. Dann werden sie von zwei riesenhaften,
affenartigen Kreaturen angegriffen. Der Kampf ist heftig, und Meridia
und Finn werden sehr schwer verletzt, doch Boras vermag sie vor dem
Schlimmsten zu bewahren. Mit vereinten Kräften vermögen sie die
Biester jedoch schließlich zu töten.
Sie steigen
weiter empor und gelangen zwischen zwei gewaltig emporragende Gipfel.
Dazwischen weht ein gewaltiger Wirbelsturm, in dessen Zentrum sich
einige umgestürzte Stelen befinden, die auf einer etwa 3 auf 3
Mannslängen großen Steinplatte kreuz und quer umgestürzt sind und
einstmals einen Steinkreis gebildet haben müssen. Im Auge des
Wirbels schwebt hoch über ihnen eine gewaltige, runde Steinplatte
mit einem Schlitz in der Mitte!
Boras wird
klar, dass dort oben der Ruheplatz von Thorains Gebeinen sein muss. Er
stellt sich zwischen die Stelen und versucht sie von der Platte zu
schieben, doch sie sind zu schwer. Schließlich bittet er seine
Freunde um Hilfe. Sie stellen sich alle auf die Stelen und halten
sich an den Händen, und Boras richtet ein Gebet an den
Windschreiter. Symbole auf den Stelen leuchten bläulich auf. Boras
versucht, seine Macht in die Monolithen zu leiten, doch reicht seine
Kraft nicht aus. Dann hat er eine Vision – sein Gott fordert ein
Opfer: eine Queste! Boras gelobt, zwei ebenso verdorbene Seelen zu
finden, wie er selbst eine war, und sie auf den rechten Pfad zu
führen, damit sie sein Werk fortführten! Damit scheint der Gott
zufrieden: die Stelen richten sich auf und schweben nun in der Luft.
Sie spüren, dass sie diese zu einem bestimmten Muster anordnen
müssen – die gewaltigen Monolithen lassen sich nun mühelos
verschieben. Als sie ein Muster aus zwei Quadraten und vier
Dreiecken gebildet haben, leuchten die Stelen hell auf, und sie
beginnen zu kreisen, immer schneller, und schweben empor. Auch die
Platte, auf der sie stehen, wird empor gehoben, bis sie schließlich
im Schlitz der runden Steinplatte hoch oben zum Stillstand kommt.
Auf der Platte
befindet sich ein hoher Taufstein und ein steinerner Thron. Boras
nimmt die Gebeine Thorains und arrangiert sie auf dem Thron, so dass
Thorain eine sitzende Position einnimmt. Als es vollbracht ist, ruckt
der Kopf Thorains nach vorne, als nicke er Boras anerkennend zu.
Hinter ihnen
leuchtet ein helles Licht auf, und dort erscheint eine schöne Frau
mit langem, hellem Haar in edlen blauen Gewändern, in der Boras
verblüfft seine Herrin Sylune wiedererkennt.
Sie überreicht
Boras das Schwert Wallebruoder – er habe seine Prüfung bestanden,
und nun dürfe er auch den Namen Thorain wieder tragen.
Damon bittet
darum, ihr die Hand küssen zu dürfen – Sylune ist eine der sieben
Schwestern und eine der mächtigsten Magierinnen Faeruns.
Schließlich
verabschiedet sie sich mit dem Hinweis, der Taufstein sei eine der
wenigen Stätten Shaundakuls, von dem aus man an jeden beliebigen Ort
reisen könne, sofern man ein klares Bild davon vor Augen habe.
Sie
beschließen, in die Nähe von Meridias Kloster zu reisen – den Ort
selbst kennt niemand, aber Finn weiß von einer Stelle an der alten
Königsstraße, an der sie früher mit ihrem Onkel Rast gemacht
hatte. Finn stellt sich den Ort genau vor, und sie sehen ihn vor
ihren Füßen in der Tiefe. Sie halten sich an den Händen und
machen einen Schritt. Sie haben nur kurz den Eindruck zu fallen, doch
finden sie sich sicher auf der Erde wieder. Dann entdecken sie, dass
Thorain nicht mitgekommen ist: Sie sehen seine Gestalt, doch unscharf
und nebulös, er scheint sich zu ducken und zu kämpfen, und sein
Gesicht wird wie durch einen Schwerthieb gespalten, dann ist er
verschwunden...
EXP: je SC 1,600; Thorain 2,400
Skill Challenge (CR 5; 1,600); 2 Yetis (CR 7; 3,200); Rätsel von Thorains Ruh (CR 5; 1600)
Thorain: 800 Bonus EXP für seine persönliche Queste
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