Donnerstag, 23. Juni 2011

[Prolog] Im Haus der Schreie

aus den Aufzeichnungen des Godefroi von Donnerstein

1 Kythorn, Im Jahr der Harfe, 1355 n.T.

Alsdann ersannen die Gefährten einen Plan, um die Finsternis zu ergründen, die sich in der Roten Stadt auszubreiten drohte. Dazu verstellte sich die Holde Dame Adeliz Cammaroux und gab sich als eine Dienerin der Herrin der Schmerzen aus und als solche wollte sie den finsteren Khaal bereden, ihr seine Geheimnisse zu offenbaren. Wie mein Herr mir berichtete, war er selbst in dieser Zeit mit anderen, schwer wiegenden Obliegenheiten beschäftigt, so dass vieles, von dem ich hier künde, er selbst nur vom Hörensagen wusste. Ich mag mir seinen Zorn nicht vorstellen, als er von der List und Tücke erfuhr, die selbst wiederum nur Hinterlist und Schmerz nach sich zog. Denn der Khaal, gefügig gemacht mit dem Zwang der Magie, bot den Gefährten einen Handel an, dass man ihn frei lassen solle und er dann der Dame Adeliz Kunde gebe von den Dingen, die er wusste. Nach langem Ratschluss dann wurde er in der Tat befreit aus den Kellern der Bastion der Barmherzigen Dreieinigkeit und er machte sich rasch daran, die Stadt zu verlassen. Doch die holde Adeliz, geblendet von den Lügen des Khaal, war mit ihm und verlangte, dass er ihr Rede und Antwort stehe, doch der Finsterling blieb stumm wie ein Fisch und als sie vor den Toren der Stadt waren, zog er eine verborgene Klinge und stach nach ihr. Nur durch der Dame Geistesgegenwart und das Eingreifen der verschlagenen Tara Blutherz war es, dass ein größeres Blutvergießen verhindert wurde.

Nachdem der Finsterling abermals gefangen war und der Kronengarde übergeben, beratschlagten die Gefährten, wiederum ohne den weisen Ratschluss meines Herrn, wie zu verfahren war. Und sie fanden schließlich einen Hinweis in den Habseligkeiten des Khaal, der auf einen Wirtsmann namens Kettler verwies. Diesen suchten Adeliz und der von Mondeval auf und erfragten die Bedeutung der Münze, in die der Name des Wirts eingekratzt war. Zur Anwort wurden sie zur Behausung der Hebamme Shadyah Navid gesandt. Die Gefährten, und unter ihnen war auch Vater Johab, suchten stehenden Fußes das Haus auf und fanden die Tür verschlossen und das Haus verlassen. Doch man beschloss in das Hebammenhaus einzudringen und es zu durchsuchen und darinnen fand man eine geheime Tür, die, gesichert durch ein rätselhaftes Schloss, in ein unterirdisches Gewölbe unterhalb des Hebammenzimmers führte.

Unten fanden die Helden, von finsteren Fallen gesichert, eine weitere Tür, die nur nach dem Vergießen von Blut sich öffnete. Dahinter lauerte die Halle der Schreie, ein finsterer Raum voll schändlicher Blasphemie, der widerwärtigen Herrin der Schmerzen geweiht. Unheilige Kerzen warfen finsteres Licht auf einen Altar von schwarzem Stein und an den Wänden kündeten ekle Bilder von der Natur des Raumes. Von den Wänden hingen Haken von scharfem Eisen, mit denen die Seelenlosen ihrer mitleidlosen Herrin Aufwartung machten. Doch in der Decke des Raumes klaffte ein Loch, das, verbunden durch ein schmales Rohr, die Geräusche des Hebammenzimmers über ihnen vielfach verstärkte und in den Altarraum leitete, so dass sich die Ketzer an den Schreien der leidenden Frauen ergötzen konnten. Und noch während die Gefährten den Raum erkundeten, formte sich aus dem Nichts ein widerwärtiges Gespinst aus finsterer Macht und aus den verlorenen Seelen der Opfer der Hebamme, das mit schrecklichem Greinen und Jammern und der fürchterlichen Macht des Wahnsinns nach dem Leben der Gefährten trachtete. Lange wogte der Kampf gegen das widerwärtige Wesen und weil mein Herr nicht ihnen zur Seite stand, litten die Gefährten manche Seelenwunde. Doch schlussendlich konnte das Wesen besiegt und seine schändliche Präsenz vernichtet werden.

Alsdann legte man sich auf die Lauer, um der Hebamme Shayad Navid zu harren und dazu gab der noble Triarch ihnen vier gute Mann der Behandschuhten Faust um den Baldur von den Weißen Höhen zur Schutzmacht. Und als dann das finstere Weib gestellt war, wollte es, beschützt durch die finsteren Mächte, fliehen, doch die Zauberkünste der Adeliz ließen sie zu Boden fallen, wo sie dann überwältigt und in Eisen geschlagen wurde. In den Kerkern der Bastion dann wurde das schändliche Weib alsdann befragt und man erfuhr, dass der Kult einen finsteren Plan heckte, um die Tochter des Helmssohnes Cordona zu entehren, so dass sie ein finsteres Kind gebären solle. Auch erfuhr man die Namen der Mitglieder des Kultes, darunter auch die Führerin der dunklen Sippschaft, Fionna Ameirill, sowie des Urius Braumeister und des Tobriand Sallamech.

EXP: pro SC 1.100
Finden der Clues zur Hebamme (CR 3, 800 XP); Tangram Rätsel (CR 3, 800 XP); Falle in Trittstufen (CR 1, 400 XP); magische Falle im Gang (CR 2, 600 XP); Tür mit Falle (CR 2, 600 XP); Kampf gegen Advanced Allip (CR 4, 1200 XP)

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